7.Grafschafter Selbsthilfetag

Viel Engagement – Wenig Resonanz

 

So wie diese Überschrift, könnte auch die Quintessenz unseres Auftritts beim Grafschafter Selbsthilfetag lauten. Das schöne Wetter, dazu noch an einem Sonntag, hat dann doch wohl viele potentielle Besucher eher ins Grüne gelockt, als in die alte Weberei. Dazu haben es Gruppen wie die unsere, welche die Worte „Abhängigkeit“ oder „Sucht“ in ihrem Namen tragen, besonders schwer. Leider ist die Akzeptanz dieser Erkrankung in unserer Gesellschaft noch nicht so weit fortgeschritten, wie wir es uns wünschen würden. Und so ist die Hemmschwelle, sich an einem Stand zu diesem Thema zu informieren oder sogar um Rat nachzufragen, immer noch hoch.

Das doch noch viele Besucher den Weg zu unserem Stand gefunden haben, haben wir Heiko und seinen klasse Cocktails zu verdanken. Ich würde fast sagen, das war das Highlight in der Halle! Heiko, Gustav, Alex und im Laufe des Tages ein halbes Dutzend weiterer Gruppenmitglieder, konnten manchmal gar nicht so schnell mixen, wie Bedarf war. Auch Bürgermeister Thomas Berling und anderen prominenten Besuchern hat es hervorragend geschmeckt und den Aufenthalt bei uns wohl etwas länger werden lassen als geplant. Leider haben weder dies noch unser aufwendig gestalteter Stand, der sich meiner Meinung nach deutlich von der Masse abhob, zu einer Erwähnung in der Berichterstattung geführt. Lustiger Weise wurde dafür der Stand der Paritätischen explizit genannt, den es de facto gar nicht gab.

Aber wie auch immer: wir hatten unseren Spaß hinter der Theke, wo es manchmal fast zu eng wurde, weil so viele Gruppen-Freundinnen und Freunde mitgemacht haben. Und ich bin überzeugt davon, dass wir an diesem Tag wieder einen kleinen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Akzeptanz unserer Erkrankung in der Gesellschaft und der Selbsthilfe, geleistet haben.

Michael Emrich

Selbsthilfetag

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